Aus den USA gibt es den sehr bekannten Fall von
James Leininger.
Der kleine Junge scheint sich daran zu erinnern,
dass er ein Pilot im Zweiten Weltkrieg war, der im Pazifik
ums Leben kam.
Er nannte den Namen des Flugzeugträgers, von dem er weggeflogen war: Natoma.
Und er sagte,
dass er auf dem Schiff einen Freund mit dem Namen Jack Larson hatte.
Tatsächlich gab es
oder stecktn Piloten, der während der Operation Iijima an dem Tag, an dem er getötet wurde, noch im Einsatz war,
eben Jack Larson. James kannte auch viele Details über den Flugzeugabsturz,
wie der Motor versagte, als
das Flugzeug abstürzte, wie es schließlich ins Wasser fiel und rasch unterging.
Und genau
das passierte bei diesem Absturz tatsächlich.
Alle Details passten zusammen. So et
was geht, denke ich, weit
über einen Zufall hinaus.
Der Pilot starb vor 60 Jahren, es ist überaus unwahrscheinlich,
dass dieser kleine Junge
Zugang zu solchen In
formationen hatte.
Guten Morgen, Professor Tucker. Vielen Dank,
dass Sie zugestimmt haben, an unserem
Interview teilzunehmen.
Ich hoffe, es ist alles in Ordnung bei Ihnen!
Ja, alles in Ordnung! Es freut mich sehr, mit Ihnen sprechen zu dürfen!
Ich möchte unserem Publikum ein wenig Hintergrundinformation geben über Sie und Ihren Beruf.
Sie haben eine Professur für Psychiatrie und Neurologische Verhaltenswissenschaften an der Universität von Virginia,
und Sie sind derzeit Direktor des Instituts für Wahrnehmungsstudien, DoPS.
Sie setzen die Arbeit von
Dr. Stevenson fort, der 40 Jahre lang Aussagen von Kindern untersuchte und dokumentierte,
die von Erinnerungen von vergangenen Leben berichteten.
Sie haben eine Ausbildung in
Psychologie und an der Universität von North Carolina, Chapel Hill,
im Jahr 1982 abgeschlossen.
Vier Jahre später haben Sie auch ein Medizinstudium abgeschlossen.
Zusätzlich sind Sie in allgemeiner
Psychologie und Kinder
Psychologie und ausgebildet.
In diesem Bereich haben Sie
neun Jahre lang als Generaldirektor einer Kinder- und Familienpsychologischen Klinik gearbeitet.
Davor hatten Sie erfolgreich Ihre eigene pädiatrisch-psychologische Praxis in Charlottesville, North Carolina eröffnet.
Charlottesville in Virginia, nicht in North Carolina.
Aha, sorry. – Während Sie Ihre eigene Praxis hatten, haben Sie auch einige Artikel in wissenschaftlichen Zeitungen publiziert
und sind durch Ihre Vorträge bekannt geworden. Sie sind der
Autor des Buchs „Life before Life“,
in dem es um
die Erforschung.html>die erforschung</a>'>die Erforschung der Erinnerungen von Kindern geht, die von vergangenen Leben berichteten.
Das Buch erschien
im Jahr 2005 und Ihr zweites Buch, „Kinder erinnern sich“, wurde von Dr. Wallace kommentiert,
dem
Präsidenten des Santa Barbara Instituts für
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstseinsstudien.
Er schreibt: „Jim Tuckers Buch kommt als Weckruf der
menschlichen Existenz.
Jahrzehntelang haben Materialisten darauf gepocht, dass
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein vom Gehirn erzeugt wird.
Aber Faktum ist,
dass der Ursprung und die Grundeigenschaften des
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstseins ein Mysterium bleiben.“
Beginnen wir mit dieser Aussage und der Frage: Resultiert
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein aus neuronalen Aktivitäten
und ist daher ein Nebenprodukt der biologischen Evolution
oder steckt mehr dahinter?
Wie würden Sie das
menschliche Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein definieren?
Ich würde sagen, es steckt mehr dahinter.
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein ist eher ein fundamentaler Aspekt der Realität,
der unabhängig vom Gehirn, von der physischen Realität besteht.
Es gibt einen Zusammenhang, aber es scheint so, als wäre das
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein das Primäre und das Physische sekundär.
Unsere Fallbeispiele von Kindern mit
Erinnerungen an vergangenen Leben
unterstützen diese Ansicht, denn offenbar besteht das
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein über den Tod des Gehirns hinaus.
Das ist interessant – und es weicht natürlich radikal von der naturwissenschaftlichen Lehrmeinung der letzten Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte ab.
Dass
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein primär ist und das Biologische sekundär,
lässt sich ja auch aus Berichten von
Menschen mit Nahtoderfahrungen ableiten.
Pim van.html>a reply</a>'>Pim van Lommel, ein niederländischer Kardiologe, hat dar
über ein Buch geschrieben
und spricht darin vom „endlosen
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein“, das nicht ortsgebunden, nicht an Materie gebunden ist.
Wenn es also stimmt, dass
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein mehr als nur Biologie ist, führt das zur Frage:
Wo kann
die Persönlichkeit eines
Menschen gefunden werden?
Wie entsteht sie? Benötigt sie nicht doch die Funktionen eines biologischen Gehirns,
oder
ist sie unabhängig davon? Wie denken Sie darüber?
Ich neige zur Idee,
dass es möglich ein größeres
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein gibt, ein höheres Selbst, das dann das physische Gehirn bewohnt
und die Erfahrungen eines Lebens macht, aber eben nicht auf
die Lebenszeit des Körpers beschränkt ist.
Es existiert davor und danach.
Die Erfahrungen, die wir während eines Lebens sammeln, wären demnach nur ein Teil aller Erfahrungen, die das größere
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstseins macht.
Es gibt auch die Idee,
zeichen.html>dass das</a>'>dass das ganze Leben
oder steckt Illusion sei und auch das Ich
oder steckt Illusion sei.
Wir träumten alles nur. Erfahrungen wären demnach nichts weiter als eine Reihe diskreter
Ereignisse,
wie es Professor Hameroff formuliert, auch Sir Roger Penrose.
Er beschreibt
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein als eine Reihe von
Ereignissen, vergleichbar einem Film,
der aus 25 Bildern pro Sekunde besteht. So, wie wir dieses
Interview gerade aufnehmen:
Es gibt eine bestimmte Anzahl an Bildern, und in unserer Wahrnehmung stellen wir diese dann zu einem einheitlichen Film zusammen.
Entsteht so
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein?
Nun ja, es
könnte schwierig werden,
über einzelne Begriffe zu sprechen,
wenn wir nicht „Persönlichkeit“ oder „
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein“ klar definieren.
Meines Erachtens ergibt sich unsere Realität eher aus Bewertungen und Beobachtungen als aus Wellen und Partikeln.
Die fundamentalen Bausteine der Realität sind Erfahrungen.
Was den Begriff der Persönlichkeit anlangt: Nun,
wir wissen, dass unsere Persönlichkeit von der Vererbung beeinflusst wird,
also von
Ereignissen in unserem Umfeld,
die schon.html>¡globale warnung</a>'>die schon vor unserem Leben stattfanden.
Die Frage ist: Sind wir ein komplett unbeschriebenes Blatt, wenn wir geboren werden?
Oder
gibt es eine höhere Persönlichkeit, einen übergeordneten Geist, der entscheidet, wie wir in diesem Leben sind?
Die von uns untersuchten Fälle deuten sehr stark darauf hin,
dass es möglich einen Aspekt des Geist
Es gibt, der älter als unsere jetzige Persönlichkeit ist.
Vielleicht ist diese Persönlichkeit nur ein Ausdruck oder eine Manifestation des größeren Geistes.
Diese Annahme
könnte auch für das Gesamtbild stimmen:
Die Realität, die jeder von uns erlebt, wäre demnach über weite Strecken nur die Manifestation eines höheren Geistes oder
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstseins.
Es ist interessant,
dass Sie den Begriff „höheres
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein“ verwenden.
Eine andere Theorie besagt ja auch,
dass alles, was wir hier erleben, eine Art virtuelle Realität sei. –
Sie betrachten die Erfahrung und den größeren Geist jedenfalls als das Grundlegende, das schon besteht,
bevor wir in diese Welt inkarnieren, das vielleicht sogar ewig besteht und an keinen Ort gebunden ist.
Dies
könnte eigentlich gut zu der Vorstellung einer Seele passen.
Beziehen Sie sich auf diesen Begriff? Wollen Sie darauf hinaus?
Nun, „Seele“ ist ein Begriff, den ich nicht verwenden möchte, da er religiös besetzt ist.
Aber ja, wir sprechen hier
über eine höhere, die physische Existenz überlebende Instanz.
Religionen haben seit Jahrhunderten oder Jahrtausenden von der Seele gesprochen.
Die Vorstellung,
dass es möglich etwas vor diesem Leben gab, das auch danach weiter bestehen wird,
scheint zum
Menschsein zu gehören und ist ja bis heute in spi
rituellem Gedankengut zu finden.
Bleiben wir aber auf der wissenschaftlichen Ebene:
Sie haben ein vorhin erwähnt,
dass die von Ihnen untersuchten Fälle zu dokumentieren scheinen,
dass es möglich ein höheres
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein gibt. Können Sie
über ein paar solcher Fälle mehr erzählen?
Was haben Sie entdeckt und warum denken Sie, dass hier etwas Höheres im Spiel ist?
Bei diesen Fällen handelte es sich typischerweise um sehr kleine Kinder,
die ganz spontan von Erinnerungen aus vergangenen Leben erzählten.
In den bemerkenswertesten Fällen erzählten sie vom Leben an einem weit entfernten Ort und berichteten über so viele Details,
dass es möglich war nachzuforschen und herauszufinden, dass dort wirklich jemand gelebt hat
und auch gestorben ist, auf den die Beschreibung zutrifft.
Diese Fälle kann man schwer ignorieren. Um ein Beispiel zu nennen:
Da war ein vierjähriger Junge namens
Ryan Hammons aus Oklahoma im Südwesten der USA –
im Alter von drei oder vier Jahren beginnen Kinder übrigens häufig über so etwas zu sprechen.
Ryan erzählte von einem früheren Leben in Hollywood.
Er flehte seine Mutter an, mit ihm dorthin zu ziehen, da er dieses Leben so sehr vermisse.
Schließlich besorgte sie ihm ein paar Bücher über Hollywood,
und er
entdeckte darin ein Foto aus einem alten Film, aus dem Jahr 1932.
Ryan zeigte auf einen Mann auf diesem Foto und sagte,
dass er das gewesen sei.
Aber
der das.html>der das</a><br><a href=8ac5e073be608b87185fd011b23d9b0b.html>der behauptete</a><br><a href=9236e517433d0d7b3617956304e4c47c.html>der mann</a><br><a href=909dd0beb3c9df2e4c27ae366ba2c698.html>der mann</a><br><a href=430ab7ef55e3ea679cdecf4889db4b77.html>17 jahre</a><br><a href=31ddc2ee4ef00357a061569c9a8ca62b.html>der mann</a>'>der Mann auf dem Foto war im Buch nicht namentlich angeführt, und es stellte sich heraus,
dass er auch keinen Text in diesem Film zu sprechen hatte.
Um also herauszufinden, wer
dieser Mann war, nahm Ryans Mutter mit mir
Kontakt auf; fragte, ob ich ihr dabei helfen könne.
Ryan selbst konnte also von diesem Mann vorher ziemlich sicher nichts gewusst oder erfahren haben.
Ich traf dann Ryan und s
eine Familie und begann zu recherchieren.
Ryans Mutter schrieb mir oft und berichtete über Ryans Aussagen zu seinem vergangenen Leben.
Manche waren sehr speziell – im Hinblick auf einen völlig unbekannten Schauspieler,
der keinen Text in dem Film zu sprechen hatte.
Schließlich konnten wir ihn mithilfe einer Hollywood-Archivarin identifizieren.
Sie besorgte aus der „Bibliothek für Kamera, Film
kunst und Wissenschaften“ alle Unterlagen zu dem Film,
der den Titel „Night after Nights“ hatte. Das meiste davon betraf die Stars des Films,
aber auf einem Foto war auch
der das.html>der das</a><br><a href=8ac5e073be608b87185fd011b23d9b0b.html>der behauptete</a><br><a href=9236e517433d0d7b3617956304e4c47c.html>der mann</a><br><a href=909dd0beb3c9df2e4c27ae366ba2c698.html>der mann</a><br><a href=430ab7ef55e3ea679cdecf4889db4b77.html>17 jahre</a><br><a href=31ddc2ee4ef00357a061569c9a8ca62b.html>der mann</a>'>der Mann zu sehen, und er konnte identifiziert werden. Sein Name war
Marty Martin.
Wir konnten also Ryans Aussagen mit Fakten aus
Marty Martins Leben vergleichen – und fanden fast
unheimliche Übereinstimmungen.
Ryan hatte lediglich das Foto dieses Unbekannten gesehen – und erzählt,
dass er auf einer Bühne in
New York getanzt habe. –
Marty Martin hatte am Broadway getanzt.
Ryan erzählte,
dass er dann nach Hollywood gegangen sei und bei Filmen mitwirkt habe. –
Marty Martin hatte tatsächlich für Filme gearbeitet – hauptsächlich als Tänzer.
Ryan sagte,
dass er dann mit
Menschen arbeitete,
die ihre Namen änderten. –
Marty Martin hatte eine erfolgreiche Talenteagentur gegründet.
Ryan erzählte von einem großes Haus mit einem Schwimmbecken in einer Straße, deren Namen irgendwie „Berg“ oder „Fels“ hieß. –
Marty Martin hatte
ein großes Haus mit einem Swimmingpool, die Adresse war „Rocksberry Drive“.
Ryan erzählte sogar davon, wie er im Alter von 62 Jahren gestorben sei. Tatsächlich starb Martin 1964.
Laut seiner Sterbeurkunde wäre er aber nur 59 Jahre alt geworden.
Ich forschte deshalb weiter, sprach mit seiner Tochter und seinem Stiefsohn und bekam dann Aufzeichnungen und Listen zu sehen,
Aus denen hervorging, dass
Marty Martin tatsächlich 62 Jahre alt gewesen sein musste, als er starb.
Obwohl auf der Sterbeurkunde 59 stand, hatte Ryan also Recht.
Alles in allem konnten wir mehr als 50 Aussagen von Ryan nachweisen, die mit
Marty Martins Leben zusammenpassten.
Das ist also ein Beispiel für gut untersuchte Fälle,
die nach unserer Meinung von Bedeutung sind.
Das sind wirklich ziemlich stichhaltige Fakten. Die Todesurkunde mit der falschen Altersangabe, während Ryan das richtige Alter wusste …
Dennoch
könnten Skeptiker unterstellen,
dass die Übereinstimmungen, die Zahlen und Fakten nicht überzeugend seien.
Ryan
könnte das erfunden haben. Kinder nehmen ja sehr viel auf.
Er
könnte es doch irgendwo gehört und dann so erzählt haben,
als würden die Gegebenheiten ihn selbst betreffen.
Was sagen Sie Skeptikern? Wie gehen Sie damit um?
Ja, es
könnte auch in diesem Fall Einwände geben.
Denkbar wäre zum Beispiel, dass Ryan nur davon gehört hat.
Aber als ich zu Beginn nach
Marty Martin im Internet suchte, fand ich kaum etwas über ihn.
Jetzt,
nachdem dieser Fall bekannt wurde, findet man auch mehr über ihn,
weil
die Leute sich für Marty zu interessieren begannen.
Ein anderer Einwand
könnte sein,
dass alles nur ein Zufall war.
Aber mehr als 50 übereinstimmende Aussagen?
Außerdem haben wir über 2.500 Fälle untersucht.
Nicht in allen davon gibt es so viele Einzelheiten,
aber da sind doch sehr viele Fälle mit detaillierten In
formationen, Namen, Orten –
und ich glaube nicht, dass Zufall eine brauchbare Erklärung für solche Fälle ist.
Ich verstehe – und bin auch selbst offen für das Konzept der
Reinkarnation, obwohl ich vom journalistischen Standpunkt aus kritisch bleiben muss.
Ja, klar!
Es gibt also Fakten, von denen Kinder berichten, die Erinnerungen in sich tragen.
Aber was zeichnet diese Kinder aus? Unterscheiden sie sich von anderen, die keine solchen Erinnerungen haben?
Wir haben Fälle mit Kindern,
die diese Erinnerungen haben, näher untersucht.
Bei den meisten scheint es so zu sein,
dass Sie mit ihren Erinnerungen auf
die Welt kommen.
Wenn sie alt genug sind, um sprechen zu können, beginnen sie, diese Dinge zu beschreiben.
Wir haben mit den Kindern Tests durchgeführt und konnten keine dissoziativen Störungen, Psychosen oder ähnliches feststellen.
Sie schienen keine psychischen Probleme zu haben.
Bei den Testergebnissen zeigte sich allerdings,
dass Sie oft sehr intelligent und eloquent sind.
Es ist auch möglich,
dass es möglich Kinder gibt, die zumindest ein paar Erinnerungen hatten, als sie noch sehr klein waren;
aber wenn sie diese nicht verbal ausdrücken konnten, dann verblassen sie wieder.
Wenn Kinder ihre Erlebnisse verbalisieren können, setzt sich das auch mehr in ihrem Gehirn fest, und es kommt zu mehr Aussagen.
wir wissen nicht, ob das bedeutet, dass
jeder Mensch vergangene Leben hat
o
der dass nur diese Kinder Erinnerungen von vergangenen Leben haben.
Die Kinder müssen jedenfalls fähig sein, in relativ frühem Alter sprechen zu können, sonst
können diese Erinnerungen verschwinden.
Ich verstehe. Es handelt sich um Kinder, die sich sprachlich gut ausdrücken können und intelligent sind,
Das sind Charakteristika, die Sie gefunden haben.
Aber
warum gibt.html>topwelt</a>'>warum gibt es generell nicht mehr Kinder, die über vergangene Leben berichten?
könnte das damit zusammenhängen, dass unsere Kultur im Allgemeinen nicht offen für das
Reinkarnations-Konzept ist?
Im Gegensatz zum fernen Osten, wo Dr.
Ian Stevenson seine Arbeit begonnen hat?
Und ich glaube, Sie folgen zu einem großen Teil seiner Arbeit.
Sie konzentrieren sich allerdings mehr auf Fälle in Amerika, während
Ian Stevensons Daten vorrangig aus dem fernen Osten stammten,
aus einer Kultur also, in der
der Reinkarnationsgedanke deutlich weiter verbreitet ist als im Westen.
Ist die kulturelle Prägung auch ein Grund dafür,
warum die Erinnerungen mit der Zeit verschwinden –
weil über so et
was nicht gesprochen wird? :
Natürlich spezialisierte sich Ian auf Gebiete, wo er mehr Fälle finden konnte.
Als er mit seinen Untersuchungen in den 1960er-Jahren begann, sprachen
die Menschen hier nicht wirklich über solche Dinge, in Asien aber schon.
Dort lebten viele Kinder bis zum Alter von sechs oder sieben Jahren sogar vorrangig in solchen Erinnerungen.
Erst danach beginnt sozusagen ihr neues Leben.
Aber sogar dort, wo der Glaube an
Reinkarnation weit verbreitet ist, kann dieses Verhalten,
dass
ein Kind über vergangene Leben spricht, manchmal merkwürdig wirken.
Sobald
Die Kinder zur Schule gehen, möchten sie es vielleicht vermeiden, dadurch Aufmerksamkeit zu erregen.
Zudem verlieren wir ja alle unsere
Erinnerungen an die frühe Kindheit.
Die Erinnerungen eines Zwei- oder Dreijährigen an seine Großeltern zum Beispiel sind im Langzeitgedächtnis vorhanden,
aber später, wenn diese Großeltern
sterben, erinnern sich
Die Kinder nicht mehr an das,
was sie mit ihnen bis zum Alter von sechs oder sieben Jahren erlebten.
Wenn also unsere
Erinnerungen an die frühe Kindheit sowieso verblassen,
dann würden damit auch die
Erinnerungen an vergangene Leben verloren gehen.
Allerdings bleiben sie wohl länger erhalten, wenn jemand mehr darüber spricht oder wenn
Die Kinder eine Beziehung aufbauen.
Aber, wie gesagt, frühkindliche Erinnerungen gehen sowieso verloren.
Es sei denn,
Es gibt diese besonderen Umstände –
das Darüber-Sprechen oder Begegnungen. Dadurch können sie länger erhalten bleiben.
Wenn Sie sagen, dass
jeder Mensch seine Erinnerung an die frühe Kindheit mit dem Alter von etwa sechs oder sieben verliert, dann überrascht das insofern, als es ja Methoden gibt –
Hypnose oder
Träume –,
mit denen man angeblich auf tief vergrabene
Ereignisse zurückgreifen kann.
Die Regressionstherapie befördert den
Menschen zurück in vergangene Leben,
Hypnose wird verwendet, um Daten zu sammeln.
Sind
das aus Ihrer Sicht wissenschaftliche Methoden?
Haben Sie sie schon einmal angewendet und dadurch glaubwürdige Ergebnisse und Daten erhalten?
Wenn Hypnose angewendet wird, um Erinnerungen hervorzurufen, so ist das problematisch,
weil diese Methode keine zuverlässigen Aussagen liefert.
Es gibt Fälle, bei denen sich
Menschen an erstaunliche Details erinnern, an ein Autokenn
zeichen auf einem Tatort oder Ähnliches.
Aber
Es gibt andere Fälle, bei denen das Gehirn Erinnerungslücken einfach selbst füllt.
Es ist deshalb im Nachhinein oft schwer zu sagen, ob es sich um
eine echte Erinnerung handelt.
Bei frühkindlichen Erinnerungen hat man herausgefunden,
dass unter Hypnose zwar mehr Details zutage kommen,
dass diese aber nicht unbedingt stimmen müssen.
Und wenn es um vergangene Leben geht, dann ist es normalerweise noch schwerer,
eine Bestätigung
für die Aussagen zu finden.
Wir sind im Allgemeinen ziemlich skeptisch, wenn es um
die Rückführung in Vor
leben mithilfe von Hypnose geht.
Ja,
Es gibt ein paar beeindruckende Fälle, einige mögen vielleicht therapeutisch relevant sein,
aber die Erinnerungen scheinen oft eine Erfindung des Gehirns zu sein.
Was natürlich Wasser auf den Mühlen der Skeptiker ist, die ja behaupten,
dass diese Erinnerungen generell Einbildungen sind
und niemals verlässliche In
formationen liefern.
Sie wollten es allerdings genauer wissen und
haben die berichteten Fakten kontrolliert,
haben die Aussagen der Kinder überprüft – was ja auch Dr.
Ian Stevenson getan hat.
Und Sie konnten bis jetzt 2.500 Fälle dokumentieren.
Wenn man Ihre Arbeit und die von
Dr. Stevenson zusammennimmt,
blicken wir bereits auf eine 50-jährige Forschung zurück,
in der Kinder mit
Erinnerungen an vergangene Leben untersucht werden.
Das ist – ich denke, sogar für Skeptiker – eine doch ziemlich solide Datenbasis.
Und wir müssen uns mit den Argumenten der Skeptiker nicht
noch eingehender beschäftigen;
die Daten sind da, die Quellen sind da.
Sie haben ein Ihr Möglichstes getan, um alle von den Kindern genannten Fakten nachzukontrollieren.
Lassen Sie mich
noch einmal auf
das Thema Erinnerungen zurückkommen.
Zusammenfassend:
Sie haben ein gesagt, wir verlieren die Erinnerung an unsere frühe Kindheit.
Was dann später durch Rückführungen wieder auftaucht, ist also wahrscheinlich nur ein Produkt der Fantasie.
Habe ich Sie damit richtig verstanden? :
Wenn es um Hypnose geht, dann ja. Manche
Menschen haben Erinnerungsfragmente aus der Zeit,
bevor sie fünf Jahre alt waren,
aber es sind nicht viele. Und, wie gesagt, wenn die Erinnerung eine Person betrifft, die man schon seit früher Kindheit kennt,
zum Beispiel seit dem zweiten Lebensjahr, und mit der man immer noch in
Kontakt ist,
dann können auch frühere Erinnerungen erhalten bleiben. Manche
Menschen erinnern sich sogar an ihre Geburt …
Ich würde nicht sagen,
dass erinnerungen nicht entschlüsselt werden können,
aber frühkindliche Erinnerungen abzurufen ist eben schwer.
Und ebenso ist es mit
Erinnerungen an frühere Leben, um die es ja in unseren Fällen geht.
Es gibt Erwachsene,
die behaupten, sich an Begebenheiten eines früheren Lebens erinnern zu können
und
dass Sie diese Erinnerungen schon als kleines Kind hatten.
Aber bei Erwachsenen ist oft nicht ganz klar, inwieweit ihre Erinnerungen konstruiert sind.
Wie schon gesagt, wir haben uns auf kleine Kinder spezialisiert, die ganz offensichtlich aktive Erinnerungen haben,
und wir wollen herausfinden, ob es sich um echte Erinnerungen oder um Fantasiegebilde handelt.
Wenn jemand unter Hypnose aussagt, er habe im antiken
Griechenland gewohnt,
dann ist so et
was nicht nachweisbar. Skeptiker würden sagen, es handelt sich nur um eine Einbildung.
Dagegen kann ich nicht argumentieren. Bei unseren Fällen haben wir aber nicht das Problem,
dass sie nicht verifizierbar sind.
Ganz im Gegenteil, sie sind aufgrund der Details sehr gut verifizierbar.
Sie passen dann zu einem vergangenen Leben, das jemand gelebt hat –
und das verlangt natürlich nach weiteren Erklärungen.
Gibt es in Ihrer Recherchearbeit so etwas wie eine Beweisschwelle?
Sie haben ein vorhin ja erzählt,
dass Sie sehr viele Details nachkontrollieren.
Gibt es dabei eine Zahl, einen Grenzwert, eine Liste oder Skala, also irgendein Protokoll,
das Sie anwenden, um zu sagen: Okay, diesen Fall stufen wir als nachweisbar oder sozusagen als „gelöst“ ein?
Welche Methode wenden Sie an?
Es gibt dafür keinen exakt vorgegebenen Weg.
Wenn
Ian Stevenson von „gelöst“ sprach, dann meinte er damit, dass jemand, der früher gelebt hat,
aufgrund der Aussagen eines Kindes identifiziert werden konnte.
Aber die dokumentierten Übereinstimmungen variieren von Fall zu Fall.
Wir entscheiden dabei nicht mit Daumen nach oben oder nach unten.
Wir schauen uns einfach
die Aussagekraft an.
In manchen Fällen gibt es vielleicht nur wenige Aussagen eines Kindes, aber diese sind so spezifisch,
dass Sie nur zu einer ganz bestimmten Person passen können,
die in der Vergangenheit gelebt hat.
In anderen Fällen werden alle möglichen Details genannt.
Wir beurteilen nicht die Anzahl der Aussagen.
Aber wir schauen uns nachprüfbare Aussagen über vergangene Leben näher an
und recherchieren auch, ob das Kind auf normalem Weg
Zugang zu solchen In
formationen erlangt haben
könnte.
Außerdem konnten wir in manchen Fällen unter kontrollierten Bedingungen testen, ob Kin
der Menschen oder Orte aus der Vergangenheit wiedererkennen.
Zusammenfassend betrachtet sind einige Fälle wirklich sehr beeindruckend,
andere sind interessant, aber nicht so erstaunlich.
Aber insgesamt, mit Blick auf
die stärksten Fälle, ist das alles schon ziemlich überzeugend.
Manche In
formationen gelten als so detailreich, dass
Die Kinder so etwas nirgendwo gelesen oder gehört haben
könnten.
Können Sie hierfür ein Beispiel nennen? :
Aus den USA gibt es den sehr bekannten Fall von
James Leininger.
Der kleine Junge scheint sich daran zu erinnern,
dass er ein Pilot im Zweiten Weltkrieg war,
der im Pazifik
ums Leben kam. Er nannte den Namen des Flugzeugträgers, von dem er weggeflogen war: Natoma.
Und er sagte,
dass er auf dem Schiff einen Freund mit dem Namen Jack Larson hatte.
Tatsächlich gab es
oder stecktn Piloten, der während der Operation Iijima an dem Tag, als er getötet wurde, noch im Einsatz war, eben Jack Larson.
James kannte auch viele Details über den Flugzeugabsturz,
wie der Motor versagte, als
das Flugzeug abstürzte, wie es schließlich ins Wasser fiel und rasch unterging.
Und genau
das passierte bei diesem Absturz tatsächlich.
Alle Details passten zusammen. So et
was geht, denke ich, weit
über einen Zufall hinaus.
Der Pilot starb vor 60 Jahren, es ist überaus unwahrscheinlich,
dass dieser kleine Junge
Zugang zu solchen In
formationen hatte.
In der Vorbereitung auf dieses
Interview habe ich zu diesem Fall gelesen,
dass auch ausgeschlossen werden konnte,
dass der Junge seine In
formationen aus einem Museum hatte.
Man ging dorthin und sah sich die Flugzeuge an. Er hätte den Namen dort nicht erfahren können,
denn zu dem Zeitpunkt war
der Flugzeugtyp nicht ausgestellt.
Ja, das ist korrekt. Er flog eine Corsaire.
Einige Leute dachten, der Junge
könnte seine In
formationen vom Luftfahrtmuseum in Minnesota haben,
aber dort gab es keine In
formationen über diesen Piloten.
Er war
oder stecktr von den Tausenden, Hunderttausenden
Menschen,
die während des Zweiten Weltkriegs getötet wurden.
Aber der Junge machte sehr spezifische Angaben, nannte Namen
und hatte auch fürchterliche Alb
Träume wegen dieses Flugzeugabsturzes – immer und
immer wieder.
Das alles verstärkte den Eindruck,
dass er selbst dieses vergangene Leben gelebt hatte.
Gibt es bei Kindern,
die sich an vergangene Leben erinnern, bestimmte herausragende Merkmale oder Verhaltensmuster,
die unüblich für deren Alter sind?
Sie haben ein erwähnt,
dass der Junge Alb
Träume hatte.
Andere
Menschen zeigen Phobien,
für die in ihrem jetzigen Leben keine Ursache zu finden ist.
Aber mit Blick auf ein vergangenes Leben ergibt alles einen Sinn und passt zusammen.
Natürlich
könnten Skeptiker beispielsweise sagen: Der Junge hat Alb
Träume … na und?
Bitte entschuldigen Sie, wenn ich das so ausdrücke. Aber
Es gibt eben auch Fälle – sowohl in Ihrer Arbeit als
auch in der von
Dr. Stevenson –,
die fast
unheimlich wirken. Zum Beispiel haben
Menschen Muttermale, die auf die Todesursache des vergangenen Lebens hinweisen.
Sind Ihnen solche Fakten bekannt? Konnten Sie sie zweifelsfrei verifizieren?
Ja. Bei diesem Thema geht es über beweiskräftige Erinnerungen hinaus, in den physischen Bereich.
Ian Stevenson war von diesen Fällen besonders fasziniert.
Er hatte sich schon lange mit psychosomatischer Medizin befasst, bevor er sich mit dem Thema vergangener Erdenleben beschäftigte.
Es gibt Menschen, die mit Muttermalen oder sogar Geburtsfehlern auf
die Welt kommen,
die mit den tödlichen Wunden der Person aus dem vergangenen Leben übereinstimmen.
Ian dokumentierte über 200 solcher Fälle – auf mehr als 2.000 Seiten.
Bei den Fällen mit Muttermalen handelt es sich oft um besonders große, verrunzelte oder in anderer Art ungewöhnliche Muttermale.
Auch die Geburtsfehler sind besonders auffällig, zum Beispiel geht es um fehlende Gliedmaßen.
Wenn immer es möglich war, versuchte Ian, an die Autopsieberichte der
verstorbenen Personen zu kommen,
um festzustellen, ob es Übereinstimmungen gibt.
In den Fällen,
die sich in asiatischen Dörfern zutrugen, war das nicht möglich,
aber er
Interviewte dort
Menschen,
die den betreffenden Leichnam gesehen hatten,
um herauszufinden, ob es hier Übereinstimmungen gab. 18 Fälle sind uns bekannt,
in denen Kinder mit zwei Muttermalen geboren wurden.
Einmal stimmte deren Lage genau mit der Eintritts- und Austrittswunde einer Schussverletzung überein.
Das alles summiert sich zu vielen beeindruckenden Hinweisen, die Ian gesammelt hat.
Wir haben auch ein paar amerikanische Beispiele für solche Fälle dokumentiert.
Erinnerungen kommen im Allgemeinen viel häufiger vor als zusätzliche physische Merkmale, aber diese gibt es eben auch.
Sie haben ein erzählt, dass
Dr. Stevenson versucht hat, Autopsieberichte zu bekommen.
Sie haben ein außerdem erwähnt,
dass es möglich dabei nicht nur um Muttermale geht,
sondern auch um fehlende Gliedmaßen, die mit Todesursachen in vergangenen Leben in Zusammenhang gebracht werden konnten.
Das ist meines Erachtens sehr interessant. Aber was genau sagen Sie als Wissenschaftler mit einem medizinischen Universitätsabschluss dazu?
Wie kann sich so etwas im Körper manifestieren?
wir wissen doch heute über den Einfluss der Gene Bescheid, die wir von unseren Vorfahren erben.
Widersprechen die erwähnten Zusammenhänge nicht allem, was wir über DNS und Genetik wissen?
Wenn unsere körperlichen Merkmale von der biologischen Familie ererbt sind –
woh
er sollen dann die Information für ein Muttermal oder für Geburtsfehler kommen?
Und
wie werden solche In
formationen vermittelt?
Können Sie sich physische oder genetische Prozesse vorstellen, die dazu führen,
dass jemand aufgrund seines Vorlebens mit Defekten geboren wird?
Haben Sie irgendeine Vorstellung davon,
wie das zustande kommen
könnte?
Nun, Muttermale und Geburtsfehler sind nicht notwendigerweise an die Gene gebunden.
Den Prozess für deren Zustandekommen kennt man manchmal nicht genau.
Aber die grundlegende Vorstellung ist – ich habe ja bereits die Psychosomatik erwähnt –,
dass
der Geist den Körper beeinflussen kann, und manchmal geht es dabei um sehr spezifische Effekte.
Ich habe vorhin die Hypnose erwähnt – als Negativbeispiel, was den Zugriff auf
Erinnerungen anlangt.
Aber es sind Fälle dokumentiert, bei denen besonders empfindsame
Menschen,
denen zum Beispiel suggeriert wurde, sie würden ein heißes Objekt berühren, allein dadurch Brandwunden entwickelten, obwohl es keinen physischen Einfluss gab. Geschah das unmittelbar?
Ja.
Also hat das Unter
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein zu einer sofortigen Manifestation geführt?
Ich müsste nachlesen, wie schnell genau sich diese Brandwunden bildeten, aber die Entwicklung zeigte sich sehr schnell.
Und das verdeutlicht
die Kraft, mit der
der Geist auf den Körper Einfluss nehmen kann.
Man
könnte im Hinblick auf unsere Fälle schließen:
Wenn jemand gewaltsam ermordet wurde, können die traumatischen Erinnerungen Teil seines
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstseins bleiben,
das
nach dem Tod weiter besteht und dann einen sich neu entwickelnden Fötus beeinflusst –
ähnlich wie durch Hypnose sichtbare Effekte auf den Körper erzielt werden können.
Allerdings handelt es sich um einen bleibenden Effekt, der später nicht wieder verschwindet, wie im Fall einer Brandwunde.
Ich verstehe. Die Schlussfolgerung ist also, dass
der Geist die Materie informiert,
und zwar eben bis hin zum genetischen Code eines Lebewesens.
Stimmen Sie dieser Zusammenfassung zu?
Nicht unbedingt, was den genetischen Code betrifft.
Vielleicht sind hier epigenetische Codes am Werk, die mit entscheiden, ob ein Gen ein- und ausgeschaltet wird.
Aber es ist weithin bekannt, dass
der Geist einen Einfluss auf den Körper hat.
Wenn wir nervös werden, schlägt zum Beispiel unser Herz schneller.
Dieses Wissen,
dass es möglich eine Verbindung zwischen Geist, Gehirn und Körper gibt, ist weit verbreitet.
Die Frage ist aber: Wie einflussreich und weitgehend ist diese Verbindung?
Und wenn es geistige Aspekte gibt, die auf ein früheres Leben zurückzuführen sind,
inwieweit beeinflusst das den Körper?
Damit verbunden ist doch auch die Frage, wo solche Information gespeichert sind.
Wenn sie nicht aus Gehirn und Körper stammen,
ist hier vielleicht ein höheres
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein am Werk, das nicht an Materie oder irgendetwas Physisches gebunden sein muss?
Was wäre die
Natur dieses
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein?
Es müsste et
was außerhalb unserer Raum-Zeit-Realität sein.
Ich denke,
Es gibt eine Welt des höheren
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstseins, die völlig anders ist.
Es gibt diese Überschneidung: Während des physischen Lebens erlebt
der Geist Raum und Zeit,
aber wenn wir
sterben, dann erlebt er eine andere Art von Realität.
Das deckt sich mit den Aussagen von
Menschen,
die Nahtoderfahrungen hatten und berichten,
dass Sie dabei plötzlich zu einer größeren Realität fanden.
Sie kommen oft mit neuen Talenten und Fähigkeiten zurück, die sie im Normalfall nicht entwickelt hätten,
oder sie erleben die spontane Heilung von Krebs oder Ähnliches.
Es gibt also einige Hinweise darauf, dass ein solches höheres
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein Faktum ist und zu unserem geistigen Ursprung gehört.
Aber wir haben immer noch Mühe,
das Wesen des
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstseins zu verstehen, das wir in unserem Leben erfahren.
Nun scheint es so,
dass die Quantenphysik einige Ausblicke und Erklärungsansätze bietet.
Ich möchte dieses Thema, das ja außerhalb Ihrer Expertise liegt, hier nicht vertiefen.
Aber denken Sie grundsätzlich,
dass die Quantenphysik Hinweise auf die Eigenschaften des
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstseins liefert,
individuell und über
das Persönliche hinausgehend?
Ich habe diesbezüglich ja schon die „Reihe diskreter
Ereignisse“ angesprochen, wie Hameroff und Penrose das nennen.
Deren Theorie zufolge
gibt es einen Zusammenhang zwischen dem in der
Quantenphysik diskutierten Kollaps der Wellenfunktion
und den bewussten Erlebnissen, die wir als hier
inkarnierte Wesen erfahren.
Und
Sie haben ein früher in Ihrem
Interview gesagt,
dass die Umwelt und persönliche Erfahrungen eine wichtige Rolle spielen.
Wie fügen Sie all diese losen Enden zum Thema
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein zu einem größeren Bild zusammen?
Nun ja,
Quantenphysik ist ein Feld,
das niemand wirklich so ganz versteht,
und es gibt viele Interpretationen zu den Beobachtungen in der Quantenmechanik.
Manche sagen ja,
dass es möglich ebenso viele Interpretationen wie
Quantenphysiker gibt.
Wir haben nicht alle Antworten. Aber ich denke,
was diesen einen Bereich anlangt, den Sie erwähnt haben, den Kollaps der Wellenfunktion,
dass hier die Rolle des
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstseins deutlich wird, weil allein die Beobachtung die Welle zum Kollabieren bringt.
Das ist erstaunlich. Und es scheint nicht nur um die Beobachtungen während des
Experiments zu gehen, sondern auch um die Vergangenheit.
Denn noch bevor die Dinge beobachtet werden und sich manifestieren, haben sie schon unterschiedliche Potenziale.
Das größere Gesamtbild zeigt meines Erachtens, dass nicht die physische Realität das Primäre ist, aus dem
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein hervorgeht,
sondern dass Geist und
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstseins das Primäre sind.
Und daher gibt es, was das individuelle
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein anlangt, keinen Grund
für die Annahme,
dass es möglich verloren geht,
nur weil das physische Gehirn stirbt. Das
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein ist ultimativ das Fundamentale.
Kommen wir doch
noch einmal kurz auf die physische Ebene zurück.
Hameroff verortet die Quantenzustände in den sogenannten Mikrotubuli im Körper.
Demnach gibt es davon viele im Gehirn, aber eben nicht nur dort, sie sind im gesamten Zellgewebe des Körpers.
Was sagen Sie als Mediziner dazu? Stimmt das? Hat er Recht?
gibt es eine biologische Infrastruktur, wenn ich sie mal so nennen darf, die Quantenzustände ermöglicht?
Gibt es Informationssysteme,
die vielleicht sogar für eine gewisse Zeit über den Tod hinaus wirken, wie Hameroff meint?
Können Sie diese Theorie mit ihren eigenen Forschungen in Einklang bringen?
Ich kenne die Theorie zu den Mikrotubuli im Spezi
ellen nicht.
Für mich sind die mechanischen Details auch weniger interessant als das größere Gesamtbild,
also welchen Stellenwert
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein in der Realität einnimmt.
Ich muss erwähnen, ich habe mich zur Vorbereitung auf dieses
Interview ein wenig in Ihre Biographie eingelesen.
Sie sind südbaptistisch erzogen worden, also in Sinn einer der größeren christlich geprägten
Religionsgruppen in den USA. Ist das richtig?
Ja, das ist eine protestantische Glaubensgemeinschaft.
Zu den bedeutendsten
religiösen Konzepten gehört
Die Vorstellung,
dass
die menschliche Seele und ein höheres
Menschsein.html>bewusstsein</a><br><a href=dcc064d2b4a968dc4bcbe89b336264de.html>bewusstsein</a><br><a href=9c73610387be30c50ed9cfa071c82fb6.html>bewusstsein</a>'>Bewusstsein schon vor der Inkarnation existieren.
Wir kommen demnach von irgendwo her, aber wir müssen eine Schuld abarbeiten, Schicht für Schicht.
Sind Sie mit solchen Gedanken jemals in Konflikt geraten, weil Ihre Arbeit andere Schlüssen nahelegt? Wie stehen Sie dazu?
Es ist richtig,
dass ich baptistisch aufgewachsen bin, aber ich praktiziere diesen Glauben nicht.
Ich sehe mich heute eher in der Kategorie „spirituell, aber nicht religiös“.
Unsere Arbeit steht im Einklang mit einer spi
rituellen Weltsicht –
Es gibt mehr als nur die physische Welt, physische Wesen.
Spiritualität ist ein Teil von uns. Aber
es geht nicht darum, das
Reinkarnation zu widerlegen.
Wissenschaft,
Religion und
Spiritualität müssen nicht im Widerspruch zueinander stehen oder sich gegenseitig widerlegen – würden Sie dem zustimmen?
Natürlich kommt es vor,
dass sich bestimmte Aussagen widersprechen.
Wie etwa,
dass die Welt buchstäblich in sieben Tagen erschaffen wurde. Das ist wissenschaftlich falsch.
Aber in einem Gesamtbild bewegen sich spi
rituelle Vorstellungen in anderen Bereichen als
die Aussagen der Wissenschaft.
Abschließend: Woran forschen Sie derzeit? Woran arbeiten Sie im DoPS –
und welche
Nahtoderfahrungen gibt es im „Department of Perceptional Studies“,
dem
Institut für Wahrnehmungsstudien der Universität von Virginia, für
die Zukunft?
Wie möchten Sie Ihre Forschungen fortsetzen?
Im DoPS haben wir verschiedene Forschungsbereiche.
Meine Arbeit betrifft die
Reinkarnation,
Bruce Greyson ist ein weltweit führender Wissenschaftler im Bereich von
Nahtoderfahrungen.
Wir haben auch ein Forschungslabor,
in dem wir die unterschiedlichsten Dinge untersuchen,
zum Beispiel, was im Gehirn passiert, wenn jemand übersinnliche Erlebnisse hat.
Wir wollen alle diese Arbeiten fortsetzen. Mich selbst interessieren vor allem aussagekräftige Fälle
Aus den USA.
Das ist ein wichtiger Schlüssel
für die Anerkennung dieses Themas.
Ich habe ein paar solcher Fälle erwähnt, wie etwa Ryan und James,
aber wir kennen bereits 50 solche „starken Fälle“, die unbestreitbar sind.
Wir werden uns auch weiterhin darauf konzentrieren, typische Mu
ster in diesen Fällen zu entdecken, um verschiedene Aspekte herauszuarbeiten.
Aber eben darum wird es weiterhin gehen: diese starke Fälle zu untersuchen.
Betrifft die Arbeit auch die Schnittstellen des Gehirns und der Materie, also des Körpers – wie sie sich gegenseitig beeinflussen?
Ja, das macht auf jeden Fall das Labor. Ich setze das auf theoretischer Ebene fort und versuche, zu einem Gesamtbild zu gelangen.
Das ist auch
das Thema meines zweiten Buches.
Die Fälle stehen im Zentrum, aber ich denke, es ist auch ziemlich interessant herauszufinden,
was sie in ihrer Gesamtheit aussagen.
Professor Tucker, vielen Dank,
dass Sie sich Zeit
für dieses Gespräch genommen haben
und bereit waren, sich von unseren Fragen löchern zu lassen.
Ich wünsche Ihnen einen
schönen verbleibenden Tag – und vielleicht
können wir das Gespräch in der Zukunft einmal fortsetzen.
Vielen Dank!